• Karin Bat

Die schönen Künste im Zeichen des Löwen

Planetare Einflüsse und Bildwirkungen der Sonne-Energie in der bildenden Kunst. Eine astrologische Gemäldestudie von Künstlern, die im Sternzeichen Löwe geboren wurden.

WIDDER STIER ZWILLINGE KREBS LÖWE JUNGFRAU WAAGE SKORPION SCHÜTZE STEINBOCK WASSERMANN FISCHE

Der Charakter des Löwen ist von der Energie der Sonne und ihrem Element Feuer geprägt. Sie erreicht mit ihren Strahlen jeden Winkel unseres Sonnensystems und ist der Quell aller Lebendigkeit. Den Löwen zieht es demnach in helle, weiträumige Umgebungen und Verhältnisse, in denen er sich ausleben kann. Dabei kann er der Gefahr erliegen, sich von Macht und Pracht verblenden zu lassen. Gelingt es ihm aber, sich auf seine ursprüngliche Lebensfreude zu besinnen und das Leben aus der Tiefe des Herzens zu feiern, strahlt seine außerordentliche Wärme auch auf andere aus und verbreitet Großzügigkeit und Freude.



Bildnisse: Lebenskraft, Wärme, Glanz

Der Löwemaler stellt Persönlichkeiten gerne in natürlicher Gelassenheit dar, als in sich ruhende, entspannte und ungezwungene Menschen, die sich ihrer persönlichen Ausstrahlung bewusst sind und wie selbstverständlich für sich Autorität beanspruchen.


Porträt Wilhelmine von Cotta

Gottlieb Schick (*15. August 1776)


Wilhelmine von Cotta war die Ehefrau des Verlegers Johann Friedrich von Cotta, der alle bedeutenden Dichter der deutschen Klassik verlegte, darunter auch die Werke von Goethe und Schiller. Frau von Cotta nutzte die aus der Verlagsarbeit erwachsenden Verbindungen, um in ihrem Wohnhaus in Tübingen eine Art schwäbischen Musensitz zu etablieren. Das Porträt von Gottlieb Schick zeigt sie als eine Frau, die in schlichter Eleganz zu wirken weiß. Ihre Haltung ist entspannt, fast lässig. Der Park, in dem die Salondame auf einer Bank sitzt, öffnet zwischen den Bäumen den Blick in eine weite Landschaft, womit der Maler die natürliche, dem Leben zugewandte Wesensart seines Modells betont.


Selbstbildnis mit Palette, 1971

Werner Tübke (*30. Juli 1929)


Werner Tübke war in der streng reglementierten DDR als Maler erfolgreich, obwohl er den Standards eines »Sozialistischen Realismus« nicht entsprochen hat. Er war eher an der Renaissance- und Barockmalerei orientiert, deren Schönheit und Fülle weit mehr einem Löwemaler entsprechen. Um seinen eigenen Malstil zu entwickeln, nahm er immer wieder Konflikte mit dem Staat in Kauf. Ein Löwe wie er kann sich einer von ihm nicht akzeptierten Autorität nicht unterwerfen, weil er in seinem starken Selbstgefühl Regent über sein eigenes Leben bleiben will. Der kühne Blick des Malers verrät, dass er sich seiner eigenen Schöpferkraft und der Abweichung vom vorgeschriebenen Denken bewusst ist. Er setzt sich mit einer goldenen Palette vor seinem Werk in Szene und bekennt sich wie ein König selbstbewusst zu seinem Werk, denn Gold ist eine Insigne des Königs. Auch sein Arbeitsplatz ist diesem königlichen Anspruch angemessen/gemäß großzügig und schön gestaltet. Es ist ein öffentlicher Raum, denn alles, was ein König tut, wird öffentlich registriert. Noch nehmen ihn die Menschen, die sich in dem Raum befinden, nicht als einen solchen wahr. Nur zwei von ihnen merken auf und werden wohl bald zu ihm aufsehen.


Marilyn Diptych (Ausschnitt)

Andy Warhol (*6. August 1928)


Wie kein anderer Künstler seiner Zeit hat sich Andy Warhol zur »Ikone der Schickeria« stilisiert und so seine Löwenenergie zum Ausdruck gebracht. Obwohl er als Person eher introvertiert war, wurde er zum »Everybody’s Darling« des internationalen Jetsets. Für seine Arbeiten suchte er Objekte aus der Alltags- und Populärkultur, wie etwa Suppendosen aus dem Supermarkt, aber auch berühmte Sänger und Schauspieler. Marilyn Monroe repräsentierte den Glanz und Glamour des Starlebens, auch wenn es hinter der Fassade anders ausgesehen hat. Warhol hat sie nicht persönlich porträtiert, sondern die Bildnisse nach einem Kinostandbild ausgearbeitet, und dieses immer wieder in vielen Farben variiert. Durch die farbenprächtigen Wiederholungen verfestigte er das Bild einer Glamourfrau und übertünchte zugleich das Wissen um ihr tragisches Ende.


Spielende Kinder vor den Mauern einer Stadt

Rudolf Hirth du Frênes (*24. Juli 1846)


Ein Löwegeborener kann sich in der Welt des Glamours verlieren, obwohl er die glanzvolle Fassade nicht wirklich braucht, sondern überall dort auf seine Kosten kommt, wo herzerfrischende Lebendigkeit herrscht. Die kann ein Löwe ebenso in einfachen Verhältnissen finden und genießen, gleich wie die Kinder, die den Augenblick und die gegenwärtigen Bedingungen zu nutzen wissen und in ein fröhliches Spiel verwandeln. In diesem Bild spielen ein Junge und ein Mädchen ohne weitere Ausstattungen einfach in der freien Natur Fangen. Sie strahlen dabei eine solche Frische und Lebendigkeit aus, dass es auf den Betrachter überspringt, wie sehr die Kinder voll ursprünglicher Freude in diesem Moment aufgehen.



Umgebung: Uendliche Horizonte, Sonne und Licht

Der Löwegeborene liebt die Natur als elementare Erscheinung, durch die er seine eigene lebensvolle Energie spiegeln kann. Deshalb zieht es ihn in weiträumige, auch großartige Gegenden, oft in südliche Gefilde, wo ihn zusätzlich angenehme Helligkeit und Wärme erfreuen.


Wasserfälle bei Tivoli

Johann Martin von Rohden (*30. Juli 1778)


Die grandiosen Wasserfälle bei Tivoli waren schon in der Antike bekannt und seit jeher ein beliebtes Malermotiv. Dem im Sternzeichen Löwe geborenen Künstler Johann Martin von Rohden gelingt es auf besondere Weise, die Wasserfälle so ins Bild zu nehmen, dass der Betrachter aus dem Vordergrund die dahinterliegende Ebene sieht. Von diesem Platz ausgehend schweift der Blick in weite Ferne bis zum Horizont – eine Position, die der Löwe nur zu gerne einnimmt: Er steht auf seinem »Herrscher«-Podest und kann alles überblicken, was ihm die Welt zu bieten hat.


Jerusalem vom Ölberg aus gesehen

Maxim Nikiforowitsch Worobjow (*17. August 1787)


Dem Betrachter liegt hier die Welt zu Füßen und die Sonne, die alles mit ihrem Licht überströmt, verleiht der ganzen Umgebung eine herrliche Pracht. Zugleich ruft diese in Gold getauchte Stadt die Vision des himmlischen Jerusalems hervor, in dem alle irdischen Schatten vom reinen göttlichen Licht vertilgt werden. Gerne hätte der Löwe diese Schattenlosigkeit – eine Welt ohne Krankheit, Alter, Tod – schon in seiner diesseitigen Gegenwart.


San Marco

Walter Launt Palmer (*1. August 1854)


Die Architektur wird in der Malerei von Löwen oft so strahlend ins Bild gesetzt, dass sich die Präsenz der steinernen Bauten in Licht aufzulösen scheint. Mit diesem Bild von Walter Launt Palmer werden alle Wünsche des Löwegeborenen angesprochen: der helle, leuchtende Süden, die grandiose Architektur und die Weiträumigkeit des Platzes. Obwohl so wenig Menschen im Vordergrund zu sehen sind, wirkt der Platz keineswegs verlassen und öde, sondern lebendig und einladend.



Anspruch an das Leben: Sinnenfreude und Genuss

Wer im Zeichen Löwe geboren ist, möchte das Leben auskosten und genießen. Unser Dasein soll ein Fest voller Sinnenfreuden sein, voller Schönheit und Großzügigkeit.


Der Morgen

Philipp Otto Runge (23. Juli 1777)


Mit diesem allegorischen Bild feiert der Maler die Geburt eines neuen Tages. Die dunkle Nacht, die das Licht verhüllt hielt, wird beiseite gerückt, damit die Sonne ungehindert aufgehen kann. Nun erscheint Aurora, die Göttin der Morgenröte, mit ihrem Gefolge von Engeln und Putten, die im Himmel schweben oder in Blumenkelchen wohnen. Aurora erstrahlt in vollem Glanze und der weite Horizont beginnt durch ihre Berührung zu schimmern. Jeder Tag, so lautet ihre Botschaft, ist ein Neubeginn, der ein strahlendes, ja rauschhaftes Glück verspricht.


Runge, einer der bekanntesten Frühromantiker Deutschlands, dachte sich sein filigranes Traumbild als Dekoration für Salons, in denen sich die Romantiker zu Gedicht- und Liedvorträgen versammeln – eine ganz und gar dem Löwen entsprechende Vision von gediegener Umgebung und Geselligkeit.


Die Morgentoilette

Telemaco Signorini (*18. August 1835)


Auf der realen und weniger allegorischen Ebene wird der Tag mit der Morgentoilette begonnen. Diese findet für einen Löwemaler jedoch nicht in irgendeinem Winkel statt, sondern in einem sonnendurchfluteten, großzügigen Raum, in dem man sich beschaulich auf die Freuden des Tages vorbereiten kann. Ja, schon zu dieser Morgenstunde kann man sich im Beisein anderer den notwendigen Verrichtungen widmen. Dies weist darauf hin, dass der Löwe bei seinem äußeren Auftreten keine Maske trägt, mit der allein er sich vor anderen zeigen mag, sondern dass er gerne in seiner natürlichen Fassung bleibt. Selbst Männer, die Anbeter und Genießer der weiblichen Schönheit sind, dürfen sich in dem Raum aufhalten. In aller Gelassenheit, wie man sie vom Löwen gewohnt ist, wohnen sie dem weiblichen Fluidum des sich Schönmachens bei und genießen dabei die Vorstellung, dass dies einzig und allein für sie geschieht. Dies zeigt, dass der Löwe den freien Fluss der Erotik höher schätzt als kunstvoll angestrengte erotische Aufladungen.


Welch Freiheit!

Ilja Repin (*5. August 1844)


Dieses Bild zeigt, wie wenig der Löwe ein geziertes, künstliches Verhalten mag, und wie sehr es ihn vielmehr in die Begegnung mit den elementaren Lebenskräften zieht. Ein Paar, das sich für einen eleganten Spaziergang auf der Strandpromenade gekleidet hat, hält es nicht in der gewohnten Bahn. Die Beiden gehen in voller Ausgehkleidung ins Wasser und lassen sich von der Macht der Wellen zu ebenso mächtigen Empfindungen hinreißen, zu einem Gefühl der Freiheit und der puren Lebendigkeit. In einem solchen Augenblick vergisst der Löwe, dass die Wellen doch mächtiger sind als er und ihn verschlingen können. In einem Moment wie diesem fühlt er sich der schöpferischen Urkraft gänzlich ebenbürtig.


Kerzentänzerinnen

Emil Nolde (*7. August 1867)


In diesem Bild stellt Emil Nolde das Ausleben elementarer Gefühle und die Verausgabung im bloßen Lebendigsein dar. Zwei Frauen tanzen in leidenschaftlicher Ekstase in einem feurigrot gehaltenen, geradezu glühenden Raum um brennende Kerzen. Trotz seiner nordischen Zurückhaltung war Nolde von der neuen, von Mary Wigman initiierten Tanzbewegung sehr begeistert, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts einem entfesselten Körpergefühl rhythmisch-expressiven Ausdruck gab. Die Bewegungen der Tänzerinnen sind so wild, dass sie nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit dem Element Feuer der dicht um sie gestellten Kerzen spielen. Diese Herausforderung steigert den sinnlichen Reiz des Tanzes bis zur Rauschhaftigkeit, die das Bild mit eruptiver Lebenskraft vibrieren lässt.


Die Ganzheit als Paar: Der Strom des Erotischen und die Liebe Die Erotik ist der Strom des Lebens, der durch alles fließt. Dieser Vitalität ist der Löwegeborene besonders intensiv verbunden. Zum Ausleben des erotischen Empfindens gehört das Gegenüber, das dieses Spiel mit Freuden mitspielt. So malen Löwemaler gerne Paare, die in einer Atmosphäre des spielerischen Begehrens lebendige Spannung erzeugen.


Zeus und Semele

Sebastiano Ricci (get. 1. August 1659)


Die Erotik drängt selbst die Götter zu manchen Taten, die sich nicht nur unter ihresgleichen umtun, sondern ihre Abenteuer auch unter Menschen suchen. In der Mythologie ist Zeus bekannt für seine zahlreichen Liebschaften, die seine Frau Hera mit Argwohn verfolgt. Der höchste Gott hatte seinen Blick auf die schöne Semele geworfen und war ihr als Mensch begegnet, mit dem sie eine Liebesbeziehung einging. Aus dieser Liebschaft stammt der trunkene Weingott Bacchus – die Verkörperung ihrer rauschhaften Verbindung. Hera, rasend vor Eifersucht, überredet Semele, ihren Liebhaber Zeus zu bitten, ihn auch einmal in seiner ganzen Göttlichkeit fassen zu dürfen, im Wissen, dass ein Mensch diese Göttlichkeit nicht fassen kann. Semele wartet in verführerischer Nacktheit auf ihren göttlichen Geliebten. Zeus erscheint ihr nun als donnernder Gott, dessen Blitz sie erschlagen wird. Damit wurde Semele zum Opfer ihres vermessenen Wunsches. Dem Löwen fällt es schwer, die Grenze zwischen dem Göttlichen und dem Menschlichen zu respektieren, fühlt er sich doch in seiner Schöpferkraft dem Höchsten ebenbürtig. Damit läuft er immer Gefahr, der Maßlosigkeit zu verfallen.


Caldo/Wärme

Giacomo Favretto (*14. August 1849)


Auch alltägliche Situationen können erotisch aufgeladen werden und so das Einerlei des häuslichen Lebens auffrischen und erwärmen. In diesem Bild geht es um die Anbahnung einer Liebesverbindung. Die umworbene Frau lässt gerne von ihrer Arbeit ab und widmet sich aufgeschlossen der zärtlichen Annäherung des jungen Mannes. Dieser lehnt, ganz der Frau zugewandt, locker auf einem Stuhl. Nur die Stuhllehne trennt die Beiden noch. Der erotische Strom fließt sichtlich zwischen den beiden, der trotz der gedeckten Farben von Favretto lebensfrisch ins Bild gesetzt wurde. Und es wird nicht lange dauern, bis die ohnehin nur noch geringe Distanz in einem Kuss überwunden wird.


Das Paradies

Augusto Giacometti (*16. August 1877)


Wenn ein Paar sich gefunden hat und seine Gemeinsamkeit in Abwechslung von Besonnenheit und Rausch gestalten kann, dann wird das ganze Leben in glanzvollem Licht erscheinen und an die paradiesischen Zustände einer archaischen Urzeit heranreichen. In diesem Bild lagert das Paar in freier, lichtvoller Natur, gänzlich unbedroht, nur von friedlichen Tieren umgeben. So verbringen sie ihre Tage in freier und freudiger Selbsterfüllung.


Personenzentriertheit: Autorität, Macht und Koordination der Kräfte

Der Löwegeborene fühlt sich zur Welt der Großen und Mächtigen hingezogen, mag selbst bedeutende Positionen, Status und Macht erwerben oder sich mindestens in einem solchen Dunstkreis bewegen. Löwemaler stellen daher gerne siegreiche, mächtige Personen in ihrem Glanz dar.


Die Parade der Schwarzmeerflotte 1849

Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski (*29. Juli 1817)


In diesem Bild nimmt der russische Zar Nikolaus I. im Kreise seiner Offiziere die Parade seiner Schwarzmeerflotte ab. Der Monarch hatte sich durch einen militärischen Übergriff auf die Türkei Zugang zum Schwarzen Meer verschafft, sodass er nun mit entsprechendem Stolz die imposante Flotte an sich vorbeidefilieren lässt. Die Flottenparade ist ein Zeichen seiner Macht. Er steht für sich etwas abseits von seinen Offizieren, wodurch er sich als Oberherrscher abhebt, dessen Rang sonst niemand erreicht. Die Reihe der vorbeiziehenden Schiffe scheint endlos zu sein, das Meer, das sie befahren, ebenso. Das Wasser spiegelt das Sonnenlicht und lenkt den Blick in weite Fernen, dorthin, wohin der Arm des mächtigen Zaren reicht.


Triumph des Aemilius Paullus

Carle Vernet (*14. August 1758)


Nachdem er nach jahrelangen, ergebnislos gebliebenen Kriegen die Führung der Legionen übernommen hatte, gelang dem römischen Feldherrn und Konsul Aemilius Paullus 168 v. Chr. die Unterwerfung der Makedonier unter das Römische Reich. Nach diesem Sieg ließ sich der Heerführer durch prachtvoll inszenierte Triumphzüge als großen Helden feiern. Die Siegesgöttin Nike begleitet ihn und hält ihm zu Ehren den Siegerkranz. Dieser opulente Aufzug verbirgt die Brutalität, mit der die Unterwerfung der Makedonier errungen wurde, nämlich durch die Hinrichtung oder Versklavung aufrührerischer Gegner und der Erlaubnis zu Plünderungen, die ihn mit immens reicher Beute heimkehren ließen. Diese Vorgehensweise wurde selbst im alten Rom als Machtmissbrauch angesehen, aber wenn einer erst einmal Sieger ist, gerät die Art und Weise, wie der Ruhm erlangt wurde, schnell außer Betracht.


Die Sonnenfinsternis von der Sonne

George Grosz (*26. Juli 1893)


Von einem guten König oder Herrscher wird verlangt, dem Gemeinwohl zu dienen und allen Bürgern seines Staates ein gerechtes Auskommen zu sichern. Wahres Regieren bedeutet, die Bedürfnisse aller miteinzubeziehen und so gut wie möglich auszugleichen. Dies ist aber immer noch eher die Ausnahme. Viel häufiger setzen sich die Mächtigen nur für ihre eigenen Interessen ein, wie es George Grosz in diesem Bild scharf kritisiert. Die Herrschenden scharen einen Kreis von willfährigen Ratgebern um sich, die hier ohne Kopf dargestellt sind und die Vorgaben erfüllen, ohne selbst nachzudenken. Ihre Order lautet, das lebendige Gold der Sonne in viele, viele Dollars umzuwandeln, infolgedessen die Sonne hier selbst zu einem Dollarstück geworden ist. Sie verfolgen ihre Absichten ohne Rücksicht auf Verluste, sperren Regimekritiker weg und säen Krieg und Tod. Damit haben die Herrschenden ihre verantwortungsvolle Aufgabe völlig verfehlt. Sie haben die natürliche Tätigkeit der Sonne, für alle zu strahlen, nicht zum Vorbild genommen, sondern durch ihre Unmoral und Eigensucht die Sonne verfinstert.


Zodiac

Alfons Mucha (*24. Juli 1860)


Die Sonne selbst liefert das Vorbild für verschiedene Ambitionen und Handlungen des Löwen. Als Herrscherin unseres Sonnensystems bildet sie das Zentrum aller Planeten, die mit ihrer ausgeprägten Eigenenergie jeweils den anderen Planetenkräften stark entgegenstreben.Ja, auch unter den Planeten gibt es richtiggehend schmerzliche Unvereinbarkeiten. Hier auf Erden müssen wir mit diesen disparaten Kräften umzugehen lernen. So wie sich der gute König eines Staates (die Sonne) um Ausgleich der unterschiedlichen Interessen der Bevölkerung bemüht, um wahrhaft beliebt zu werden, kann auch jeder Einzelne das Energiefeld, das ihm bei seiner Geburt mitgegeben wurde, durch stete innere Arbeit und durch bestimmte Gedanken- und Verhaltensübungen immer besser ausgleichen. Jeder Einzelne kann so zum König oder zur Königin seines Lebens werden, indem er wachsam auf alle vorhandenen inneren Widersprüchlichkeiten achtet, nicht um sie zu unterdrücken, sondern um sie in lebendiger Balance zu halten.


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Vorschau

Die nächste Folge der Reihe Sternenmaler steht im Zeichen der Jungfrau und geht am 21. August 2020 online. Wer zeitgerecht erinnert werden möchte, registriert sich für unsere Rubrik Einsichten oder abonniert uns auf Facebook. Berühmte Maler, die im Sternzeichen Jungfrau geboren wurden, sind Anselm Feuerbach, Joseph Wright of Derby und Caspar David Friedrich.

Bisher erschienen

WIDDER STIER ZWILLINGE KREBS LÖWE JUNGFRAU WAAGE SKORPION SCHÜTZE STEINBOCK WASSERMANN FISCHE

Lesen Sie auch Sternblick auf die Malerei (ein Interview mit Karin Bat) und die Projektvorstellung Die schönen Künste im Zeichen der Sterne.


Über die Autorin

Karin Bat, Jahrgang 1953; geboren und aufgewachsen in Ostwestfalen; Studium der Literaturwissenschaft, Theologie Philosophie und Wissenschaftsjournalistik; berufliche Tätigkeit in der Erwachsenenbildung und im Verlagswesen; seit 1992 in Österreich beheimatet; eingehende Beschäftigung mit Jungianischer Psychologie und dem Tarot; Beratungen, Seminar- und Vortragstätigkeit.


Karin Bat

Astrologin, Theologin, Philosophin

Auf der Alm 1

A-2500 Baden bei Wien

GSM +43 (0) 664-863 01 22

E-Mail: k.bat@gmx.at

© 2020 Karin Bat | Epiphany | Institut für Kulturgeschichte, Leipzig


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